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Religionslehre

Zentrum für schulpraktische
Lehrerausbildung Arnsberg
Seminar HRSGe

Fachseminar Katholische Religionslehre

Fachleitung: Dirk Wördemann
Letzte Bearbeitung: März 2017


Die rechtlichen Vorgaben des Religionsunterrichts machen deutlich, welche Aufgaben mit dem Religionsunterricht und (damit) mit der Ausbildung im Fachseminar verbunden sind. Der im Grundgesetz garantierte Religionsunterricht ist ein konfessionell ausgeprägter und zugleich inklusiver Religionsunterricht, in dem Schülerinnen und Schüler „zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube" befähigt werden.1 Da, wo verantwortliches Denken und Handeln aus einem religiösen Blickwinkel heraus und gleichzeitig die Religion selbst zum Gegenstand des Unterrichts werden, sind im Sinne eines ganzheitlichen Lehrens und Lernens praktische, affektive und kognitive Dimensionen unterrichtsrelevant. „Glaube wird ermöglicht durch einen Unterricht, der Schülerinnen und Schüler Einsicht in den christlichen Glauben gibt, indem er sie mit der Glaubenspraxis zumindest ansatzweise vertraut macht und ihnen ein sachgerechtes Verständnis des Glaubensgehalt vermittelt. Dazu bedarf es auch gemäß der Leitlinie "Vielfalt als Herausforderung annehmen und als Chance nutzen"2 einer Eröffnung und Vertiefung der Wahrnehmungsfähigkeit für religiöse Erfahrungen, Fragestellungen und Phänomene in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, aber auch kognitiver Prozesse der Wissensaneignung der elementaren Inhalte des christlichen Glaubens in seiner konfessionellen Prägung.3 Dabei spielt u. a. auch und insbesondere ein sprachsensibeler Unterricht, in dem Bildungs- und Fachsprache altersgemäß sowie angemessen gefördert und eingefordert werden, eine besondere Rolle.
Die Arbeit im Fachseminar Katholische Religion wird dazu beitragen, dass die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sukzessive die Anforderungen eines standard- und kompetenzorientierten Religionsunterrichts erfüllen können.4 Die Seminarinhalte sind so gewählt, dass sie - thematisch vernetzt - mit dem jeweiligen Ausbildungsstand und den in der Anlage 1 der OVP von 2011 geändert durch Verordnung von 2016 genannten Handlungsfeldern korrelieren. Eine wesentliche Voraussetzung für eine fruchtbare Seminararbeit bildet eine engagierte und christlich motivierte Perspektive der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Im Dialog und in der Arbeit mit anderen, in der Diskussion um Einstellungen, Eindrücke und (Glaubens-) Auffassungen reifen Gedanken, Einsichten, Verhalten und Fähigkeiten, die eine mündige Religionslehrerin bzw. einen mündigen Religionslehrer auszeichnen. 

Der Weg, den jede Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer während der Ausbildung gehen wird, erfordert den stetigen Mut zur „Unsicherheit", d. h. den Mut zum kontinuierlichen Hinterfragen, Beleuchten und Neuorientieren. Die Ausbildung im Fachseminar bedeutet Entwicklung und Veränderung - und dies ist nur da möglich, wo Toleranz, Offenheit und Neugierde Einzug halten.
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1 Die deutschen Bischöfe, Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Hrsg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (> Die deutschen Bischöfe 80), Bonn 2005, S. 7

2 vgl. Anlage 1 der OVP von 2011, geändert durch Verordnung von 2016

3 Die deutschen Bischöfe, Kirchliche Richtlinie zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 5-10/Sekundarstufe I (Mittlerer Schulabschluss), Hrsg. Sekretariat    der Deutschen Bischofskonferenz (> Die Deutschen Bischöfe 78) Bonn, 2004, S. 10

4 vgl. ebd.

 

 

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