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Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld

Zentrum für schulpraktische
Lehrerausbildung Arnsberg
Seminar HRSGe


Fachseminar Kunst

Fachleitung: Peter Tigges
Letzte Bearbeitung: März 2017


Erkläre mir und ich werde vergessen.
Zeige mir und ich werde mich erinnern.
Beteilige mich und ich werde verstehen. (Konfuzius)

Anliegen des Fachbereichs Kunst:
Im Fachseminar Kunst werden Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht über ästhetische Objekte, deren Produktion und Rezeption als Beispiel für Handlungs-, Erfahrungs-, Verstehens- und Wahrnehmungsprozesse, als Modi von Erkenntnisgewinn, von Offenheit und Flexibilität, von Perspektivität und Perspektivwechsel in einem sprachsensiblen Unterricht zwischen den Feldern Didaktik und Ästhetik theoretisch und praktisch thematisiert. Theorie und Praxis sind untrennbar miteinander verbunden. In Bezug auf Ästhetik sind sowohl Inhaltsfelder als auch Prozesstypen des Handelns, Sprechens, Verstehens und Denkens zu verstehen. Auf Didaktik und Methodik bezogen geht es darum, begründbares, ästhetisches, individuelles Lernen in Gruppen und Lehren von Gruppen als didaktisches Handeln zu entfalten und zu kultivieren. (Vgl. dazu Otto 1998!)

Ausbildungsdidaktisch-methodisches Anliegen der Seminararbeit im Fach Kunst:
Die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sollen die Arbeit im Fachseminar - verstanden als Lehr-Lernprozess - auf der Basis ihrer bereits erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen und gemäß ihren Informations-, Qualifikations- und Verwertungsbedürfnissen aktiv mitgestalten, um im Rahmen ihrer Ausbildung ihre Kompetenzen u. a. zwischen Didaktik und Ästhetik zu erweitern. Entsprechend der Aussagen des Rahmenkonzepts, des Kerncurriculums, des jeweilige Schulprogramms, des  schulischen Ausbildungsprogramms, des Ausbildungsprogramms des Seminars und der Inhalte der überfachlichen Ausbildung und unter Berücksichtigung von Multikulturalität sowie des Anspruchs auf inklusive Bildung sollen die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Fachseminar Kunst gemäß der jeweils gültigen OVP bei der Definition von (Teil-) Zielen und bei der Planung von Arbeitsschritten beteiligt sein. Die Inhalte der einzelnen Bausteine für das Fachseminar sind verbindlich, werden jedoch wie oben beschrieben im Sinne der Prozessevaluation gesetzt. Phasen ästhetischer Praxis sind integraler Bestandteil der Fachseminararbeit.
Die Arbeitsatmosphäre im Fachseminar soll von Empathie, Toleranz und distanzierter Betrachtung der eigenen Rolle(n) (Rollendistanz, vgl. Krappmann, Stuttgart) geprägt sein. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Reflexion der eigenen Rolle zu. Denn sie durchdringt und überformt das Fachverständnis, den Umgang mit den Schülerinnen und Schülern, den Kolleginnen und Kollegen, den Vorgesetzten und den Eltern. Sie bestimmt das Denken, Fühlen und Handeln. (Vgl. Meyer, Frankfurt a. M.!) Die so verstandene Selbstorganisation von Lernprozessen im Fachseminar wird durch eine aktive Moderation eingeleitet und begleitet. Demnach werden sich inhaltliche und zeitliche Parallelen zu der Arbeit im Kernseminar und zu den Anforderungen der jeweiligen Schule entsprechend ergeben.

Aspekte zur Beurteilung
Gegenstand der Beurteilung ist der in einem kontinuierlichen, wissenschaftlich fundierten Prozess angelegte, auf das Kerncurriculum und auf alle bruflichen Handlungsfelder bezogene Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit, soweit sie im Rahmen von Unterrichtsbesuchen und Beratungsgesprächen von der ausbildenden Fachleitung im zur Beurteilung erforderlichen Maße erkannt werden können. Bei der Beurteilung können Schwerpunkte gesetzt werden, die für die Tätigkeit und individuelle Entwicklung der Lehramtsanwärterin bzw. des Lehramtsanwärters besonders aufschlussreich sind. Die Beurteilungskriterien im Rahmen der Ausbildung im Fachseminar Kunst orientieren sich an den in der Anlage 1 der OVP vom 10.04.201, geändert durch Verordnung von 2016 ausgewiesenen Kompetenzen und Standards für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung, an den Vorgaben der OVP von 2011, geändert durch Verordnung von 2016, an dem Glossar zur schulischen Qualitätsarbeit in Nordrhein-Westfalen Total Quality Management [TMQ] von Haenisch/Thurmann, Schulverwaltung NRW-Nr. 12/99, S. 344/345 und insbesondere an den spezifischen - möglichst mit allen Sinnen erlebbaren (Selle) - Zugriffsweisen des Faches, die selbst-reflexiv, welt-interpretierend und kunst-rezipierend in der Ästhetischen Praxis (vgl. auch Otto, Bering, Busse u. a.) angelegt sein müssen und sowohl meist fächerverbindend und/oder -übergreifend sind als auch subjektive wie mehrperspektivische Betrachtung ästhetischer Objekte sowie Situationen und deren kunst- und kulturgeschichtlichen Kontexte im Medium der Sprache reflektieren. Vgl. dazu bitte u. a. die Kernlehrpläne [HS/RS/Ge] und "K+U-Thesen zur Ästhetischen Erziehung" von Eucker/Hans/Hinkel/Kämpf-Jansen/Otto, in: K+U, Sammelband "Theorie", 1996, S. 23!

 

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